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Fahrtenschreiber / Tachograph

Ein Fahrtenschreiber oder Tachograph, ist eine geeichte Vorrichtung zur Messung und Kontrolle der Geschwindigkeit, der zurückgelegten Kilometern und der Lenk- und Ruhezeiten eines Kfz. Also kann der Fahrtenschreiber im Grunde als mechanisches bzw. elektronisches Fahrtenbuch gesehen werden.

Ihr Anhänger und das Fahrtenbuch

Beim gewerblichen Einsatz benötigen auch viele Pkw mit Anhängern ein Kontrollgerät zur Dokumentation von Lenk- und Ruhezeiten. Das gilt grundsätzlich dann, wenn der Anhänger zur Güterbeförderung verwendet wird und das zulässige Gesamtgewicht 3.500 kg übersteigt. Dies wird durch das einfache Addieren der aus den Fahrzeugpapieren ersichtlichen Werte geprüft.

Der Halter des Fahrzeugs muss regelmäßig auf eigene Kosten die Funktionsfähigkeit prüfen lassen.

Seit 2013 müssen auch Transporter einen digitalen Fahrtenschreiber nachrüsten, sofern regelmäßig mehr als 100 Kilometer zurückgelegt werden. Für Fahrzeuge zwischen 2 und 3,5 Tonnen zulässiges Gesamtgewicht (zGG) besteht keine Fahrtenschreiberpflicht. Ist jedoch bereits ein Tachograph eingebaut, muss dieser auch verwendet werden. Analoge Fahrtenschreiber mit Tachoscheibe sind zum Teil noch zugelassen.

Die Pflicht für Fahrtenschreiber besteht bei

-Fahrzeugen mit einem zGG von mehr als 3,5 Tonnen
-Bussen mit mehr als acht Fahrgastsitzen
-Pkw mit Anhänger mit mehr als 3,5 Tonnen zGG

Karten für den digitalen Fahrtenschreiber

-Fahrerkarte: wird jedem Fahrer persönlich zugeschrieben. Die Fahrerkarte stellt die zuständige Führerscheinstelle
-Unternehmenskarte: Jeder Betrieb ist verpflichtet, die Fahrtdaten regelmäßig (mindestens einmal alle vier Wochen) auf seine Karte zu kopieren und im Unternehmen für mindestens zwei Jahre abzuspeichern
-Werkstattkarte: Die Werkstatt, die für Wartung und Kontrolle zuständig ist, bekommt eine eigene Karte, auf der auch sämtliche technische Daten gespeichert sind. Das Kontrollgerät darf dann nur in der entsprechenden Werkstatt geeicht und geprüft werden
-Kontrollkarte: Diese Karte ist bei einer Verkehrskontrolle den Polizei- und Kontrollbeamten übergeben. Sie dient z.B zur Überprüfung von Lenk- und Ruhezeiten

Regelungen für die zu erfassenden Werte

Es gibt sowohl analoge als auch digitale EG-Kontrollgeräte. Die Lenk- und Ruhezeiten werden durch ein digitales Kontrollgerät automatisch erfasst. Folgende Daten spielen dabei eine Rolle:
-Tageslenkzeit (darf in der Regel nicht über 9 Stunden betragen)
-Wochenlenkzeit (darf in der Regel nicht über 56 Stunden betragen)
-Fahrtunterbrechung (muss in der Regel nach 4,5 Stunden für 45 Minuten eingehalten werden)
-Tägliche Ruhezeit (soll in der Regel 11 Stunden betragen)
-Wöchentliche Ruhezeit (soll in der Regel 45 Stunden betragen