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Stützlast des Anhängers

Die Stützlast ist die Kraft, die von der Zugdeichsel des Anhängers auf die Anhängekupplung wirkt. Die gesetzlich vorgeschriebene Mindeststützlast bei Einachsern beträgt 4% des tatsächlichen Anhängergewichts. Mehr als 25 Kilogramm sind meist nicht erforderlich.
Bei Tandemanhänger / Anhängern mit einem zulässigen Gesamtgewicht von über 3,5 Tonnen muss die Stützlast ebenso 4% betragen, sollte aber nicht höher als 500 Kilogramm sein.

Allgemeine Formel der minimalen Stützlast:

minimale Stützlast = tatsächliches Gewicht des Anhängers x 0,04

Auswirkungen auf die Fahrstabilität

Umso höher die Stützlast, desto höher ist die Fahrstabilität!

Aus diesem Grund ist es manchmal erforderlich, dass bei der Fahrt mit leerem Anhänger ein Gewicht auf die Stirnseite des Anhängers gelegt werden muss, um die Gefahr des Schlingerns zu minimieren. Da die Stützlast auf die Anhängekupplung wirkt, wird diese dem Gewicht des Zugfahrzeuges dazugerechnet, wodurch mehr auf den Anhänger geladen werden darf.

Mögliche Folgen

Lastet zu viel Gewicht auf der Anhängekupplung, wird die Vorderachse sehr stark entlastet. Das führt zu deutlich schlechterem Lenk- und Bremsverhalten. Ist die Stützlast zu gering, wird die Hinterachse zu sehr entlastet, wodurch die Gefahr des Schleuderns erhöht wird. Die maximale Stützlast ist bei allen Fahrzeugscheinen seit Oktober 2005  in Feld 13 angegeben. Davor waren Angaben bezüglich der maximalen Stützlast direkt an der Anhängekupplung eingeprägt, beziehungsweise wurde ein Schild mit dieser Angabe an dem Heck des Fahrzeugs angebracht.